Veränderung ist unmöglich?

Na das ist jetzt etwas provokant. Doch fühlt es sich nicht manchmal einfach so an?

Als ich begonnen habe meine Persönlichkeit zu verändern (heute würde ich sagen, mein Potential zu entfalten), habe ich gar nicht darüber nachgedacht. Es geschah fast automatisch.

Ich machte  sehr viel Yoga, aufgrund meiner Ausbildung mehrmals täglich. Diese Bewegungsabläufe waren für meinen Körper sehr anstrengend und absolut neu. Vorher hatte ich immer nur kleine Mini Einheiten gemacht. Etwas Streching hier, ein klein wenig Muskelaufbau da. Das wars! Alle 2-3 im Monat. Ab und an packte es mich auch und ich schaffte tatsächlich 2-3 Einheiten die Woche.

Doch dann kam mein Sohn. Die Patin meines Sohnes fragte mich, ob ich nicht Lust hätte einmal die Woche mit ihr in ein YogaStudio zu gehen. Mein Ego war begeistert von all den Akrobatik Übungen. Meine Seele ahnte, da ist mehr für dich drin.

Das Ego legte sich selbst rein.

Aus einmal in der Woche wurden 4 mal und durch meine baldige Yogalehrer Ausbildung, wurde täglich daraus. Mit der körperlichen Praxis kam das spirituelle dazu. So änderte ich mich ohne an den äußeren Stellschrauben zu drehen. Die Änderung fand von Innen nach Außen statt. Andere Köperbewegungen, andere Gefühle, bewussteres Denken und ich änderte mich nachhaltig. Doch erst jetzt hab ich verstanden, wie das möglich war.

Wie war das möglich?

Eins vorweg ich bin nun kein Wissenschaftler, kein Diplompsychologe oder Arzt. Ich beschreibe meine Erfahrungen und beschreibe alles sehr ungenau, aber so das es jeder verstehen kann.

Natürlich änderte ich meine Art und Weise zu denken, zu fühlen, zu handeln und auch meine Meinung zu ganz vielem, aber ich änderte es nicht wie üblich durch einen Einfluss den ich im Außen nahm. Lass mich das genauer erklären, um die richtigen Worte zu finden. Wenn ich etwas ändern will dann ist das übliche vorgehen der breiten Masse so: (am Beispiel Abnehmen erklärt, weil es am einfachsten ist)

Nehmen wir an: Ich bin 90 Kilo schwer auf eine Größe von 156 cm. Jetzt möchte ich das ändern. Ich lege ein Ziel fest (70 Kilo), such mir ein Fitness Studio, mache dort ein Abnehmprogramm und nehme auch ab. Ein halbes Jahr später (keine Ahnung ob das realistisch ist) habe ich das Ziel erreicht. 2 Jahre später wiege ich dann wieder 90 Kilo. Ob ich mich wohlgefühlt habe oder nicht mit 70 Kilo ist da oft (nicht immer) zweitrangig.

Warum ist Veränderung schwer?

Sie erscheint fast als unmöglich. Man will was ändern und ein Jahr später stellt man fest, dass man sich keinen Millimeter bewegt hat. Kennen bestimmt so einige von den Neujahrsvorsätzen.

Was machen viele hier einfach „falsch“ oder besser gesagt, was ziehen sie nicht in Betracht?

Die Abwärtsspirale deines Körpers.

Der Ablauf ist wie folgt. (Ich bin kein Profi also kleine Fehler können vorhanden sein. Die wichtige Message dahinter ist aber völlig zutreffend) Dein Körper speichert alte Emotionen ab. Vor allem die schlechten. Nicht nur dein Gehirn sondern auch all die anderen Chakrenzentren in deinem Körper. Nun fängst du an etwas zu tun. Etwas NEUES. Puh das ist für deinen Körper, wie auch für dein ganzes System erstmal der Horror. Es ist anstrengend (kannst du in meinem Blog über Gewohnheiten nachlesen).

Und was passiert in deinem Körper. Er lebt absolut in der Vergangenheit. Er ist regelrecht süchtig danach. Du hast dir im laufe der Zeit ein gewisses Maß an Stress angewöhnt. Heißt nicht, dass dein Köper jetzt besser damit umgeht, es heißt nur das du SÜCHTIG nach diesen Emotionen bist. Du bist süchtig nach dem Hormon Cocktail der entsteht, wenn du Stress hast. Besser gesagt dein Körper ist süchtig danach.

Er ist es gewohnt gewisse Mengen an Stresshormonen im Blut zu haben und braucht das auch, wie ein Süchtiger.

Du denkst das ist übertrieben? Ist es leider nicht, denn dein System fühlt sich dadurch aufgeputscht und du dich (zumindest zeitweise) leistungsfähiger.

Der Kreislauf beginnt

Der Körper hat nun Entzug, ein kleines Schauspiel dazu.

Körper: „Oh man jetzt haben wir schon so lange nicht mehr diese Emotion gespürt. Wo ist die nur?“

„Ach komm so ist das Leben ja ganz anders, irgendwie fühlt sich das nicht gut an, lass uns da mal ein bisschen Schwung rein bringen. Kopf leg los!“

Kopf: „Wuhuuu dann wollen wir mal, legen wir los. Boah also die Frau da vorne hat mich gerade echt seltsam angeschaut. Ohje ob die weiß das die Jacke schon 10 Jahre alt ist. Das liegt nur daran, weil ich mir keine neue leisten kann.“

Körper:“ Ui das war schon mal gut, aber komm schon das ist ja nichts zu den Ängsten die wir normalerweise so ausstehen.“

Kopf:“Ach ich weiß. Wenn ich nächste Woche mit der Jacke zum Vorstellungsgespräch müssen, dann werden ich den Job niemals bekommen. Ach so ne neue Jacke? Lass mal aufs Konto schauen. Oh mein Gott so viel Minus. Oh nein wie soll ich nur meine Miete bezahlen und vor allem das Essen. Ohje und wenn ich nächste Woche den Job nicht bekomme. Hilfe ich werde einsam und allein sterben.

Körper: „Yes! Das war´s Level erreicht! Und das geht jetzt den ganzen Tag so. Gut gemacht.“

Der Körper schüttet Stresshormone aus, der Kopf dreht sich im Kreis. Die Ausschüttung erhöht sich und nun fängst du an, dich so zu Verhalten, wie es dein Ich aus der Vergangenheit tun würde. Vor lauter Stress würde die Person im obigen Beispiel sich wohl gefrustet vor den Fernseher setzen und eine Tüte Chips, eine Flasche Zuckerzeug und eine Tafel Schoki in sich hinein stopfen. 😉

Teufelskreis durchbrechen

Nun denkst du bestimmt. Ja genau so ist das bei mir auch oft. Ich will etwas ändern und boom sitze ich wieder da, wo ich angefangen habe. Liegt an ganz vielen Dingen. Erstens: Oftmals gehen Menschen, die etwas geändert haben nicht wirklich aus ihrer Komfortzone um es zu ändern. Dein Körper ist wie gesagt der Speicher, also schüttel ihn so richtig durch. Vor lauter Schreck kann schon mal das ein oder andere verloren gehen 😉 .

Dann fange an zu meditieren ( Blog dazu). Ja ich weiß das wollen viele nicht, aber du wirst dir deiner Gedanken und Gefühle erst bewusst, wenn du bewusst bist. Bewusstsein erlangst du in der Meditation.Scanner Fokus meditation

Fang endlich an die Gefühle zu fühlen und lass die Geschichten gehen. Heißt steige nicht ein in das Drama deines Kopfes. Auch wenn sie immer wilder werden. Ich spreche da aus Erfahrung. Meine sind auch gerade heftig aktiv gewesen. Der Körper kommt dir mit allem um die Ecke.

Als letztes mach es dir ganz klar. DU BIST FABELHAFT. DER ABSOLUTE BURNER!! Doch das bist du. Und es liegt nicht an dir selbst das es so schwer ist, sondern an deiner inneren Einstellung und deiner genetischen Programmierung (die sich auflösen lässt Epigenetik).

Mir hat es so sehr geholfen zu verstehen, dass es genau genommen nicht um den sogenannten „Schweinehund“ geht und ich nicht kämpfen muss. Im Gegenteil ich muss loslassen. Es ist viel sanfter und effektiver.

Im nächsten Blog berichte ich dir, was sich bei mir alles in den letzten Wochen, seit ich mich darauf fokussiere nicht mehr meiner „Sucht“ nachzugehen, sondern den Fokus immer wieder in dieses wundervolle Unbekannte lege und Vertrauen habe, geändert hat.

In diesem Sinne 

live a happy life (lass die Sucht los)

Deine Nina