Vielbegabt oder bist du doch eher ein Taucher?

Vielbegabung ist klar, aber was ist ein Taucher? Der Begriff der Vielbegabung und Scanner habe ich hier beschrieben. Hier nochmal kurz vorweg. Vielbegabte machen sehr viele Dinge. Wenn du Vielbegabt bist, dann interessierst du dich somit für ganz viele Sachen. Oft auch gleichzeitig und manchmal haben diese Interessen so gar nichts miteinander zu tun. Zumindest sieht es von Außen betrachtet oft so aus. Scannerpersönlichkeiten haben oft nicht den Anspruch daran etwas wirklich fertig zu machen, sie wollen einfach nur das ganz Thema verstehen. Kommt dir bekannt vor? Das heißt so richtig in die Tiefe muss gar nicht sein? Oder sehnst du dich vielleicht manchmal danach, ein Thema tiefer zu beleuchten? Dann könnte es sein, dass du ein Taucher bist.

Ego oder Taucher?

Nun solltest du dir erstmal die Frage stellen, will ich wirklich tiefer in ein Thema vordringen oder ist das nur so ein Ego Ding (Ego vs Higherself).

„Im Außen wird mir immer gesagt ich muss mich mal festlegen. Ich kann mich aber nicht entscheiden aber eigentlich würde ich es gerne um endlich mal was zu erreichen.“

Das wäre so ein „Ego Ding“. Du willst dich eigentlich gar nicht beschneiden. Erstens weil du eben ganz viele Themen spannend findest, zweitens weil es dich unglücklich macht dich immer mit dem gleichen langweiligen Alltag zu beschäftigen. Im Grunde genommen liebst du es so zu sein, nur erzählt dir eben deine Umgebung es ist nicht gut so zu sein. Deswegen glaubst du auch, dass du so keinen Erfolg haben wirst. Erfolg wird oftmals von Tauchern definiert. Da heißt es dann:

Du benötigst Fokus, Klarheit und Disziplin.

All das kannst du als Scanner auch haben nur eben auf eine andere Art und Weise. Dein Leitstern (kommt im nächsten Beitrag) wird dir den Fokus geben um all deine Interessen zu überprüfen und zu schauen ob du dich nun gerade wirklich für was neues interessierst. Des Öfteren könnte es nämlich auch sein, dass du Angst hast weil dich etwas aus der Komfortzone bringt. Dein Leitstern schafft es auf jeden Fall dir, wenn du Vielbegabt bist Fokus, Klarheit und Disziplin zu schenken.

Nochmal zurück zur Komfortzone

Was wäre wenn du gar kein Scanner bist sondern eigentlich ein Taucher. Taucher sind Menschen die sich gerne auf ein Thema spezialisieren und tief in ein Thema eintauchen. Deswegen auch der Name Taucher. Nun mal angenommen du hast in der Kindheit etwas erlebt, was dir nun suggeriert es ist nicht gut Spaß zu haben. Oder Arbeit darf keinen Spaß machen. Oder auch ich bin es nicht wert Spaß zu haben. All das kann unter umständen dazu führen, dass du dein Taucher sein verachtest weil du beim eintauchen in ein Thema so viel Freude empfindest. Dies verbietest du dir nun, schließlich hast du keine guten Erfahrungen mit Spaß gemacht oder verbietest es dir aufgrund von ungünstigen Kindheitserlebnissen.

Kleiner Ausflug 

Vorsicht dieser Abschnitt, kann eventuell triggern. Wenn du Dinge erlebt hast, die du nicht alleine aufarbeiten kannst, lies nicht weiter und lass dir von einem Therapeuten helfen!!!

Hier möchte ich nun einen kleinen Ausflug zum Thema Glaubenssätze geben. Bevor du sie überhaupt versuchst sie zu ändern. Erinnere dich an deine Kindheit zurück. Welche Erlebnisse hattest du? Was war die unangenehm? Was hat dich gestärkt?

Jetzt schau dir an welche Begebenheiten dich belasten. (Achtung: Sollten hier Traumen vorliegen, empfehle ich dir das ganze mit einem Therapeuten aufzuarbeiten, um dann in ein neues Leben zu starten) Nun veränderst du deine Wahrnehmung darauf, du programmierst dich um.

Wärst du heute dieser Mensch, wenn dir all das nicht passiert wäre? Betroffene sind immer die besten Selbsthilfegruppen Initiatoren. Also wem kannst du helfen? Überlege genau.

Des Weiteren ist es wichtig in die Vergebung zu gehen. (Bitte beachte die Warnung oben) Vergebung ist der Schlüssel zu deinem Glück. Je mehr du grollst und auf Rache aus bist, desto schlechter wird es dir gehen. Gehe davon aus, dass es allen Menschen immer darum geht, sich und ihre Liebsten zu schützen. Heißt für mich wenn meine Eltern mal ruppig zu mir waren, dann oft aus Angst um mich. Angst ich könnte zu anders sein, oder Dinge tun die gesellschaftlich nicht angesehen sind. Auf jeden Fall überlege dir wie du dem ganzen einen guten Anstrich gibst.

Angst als Motivator

Ich zum Beispiel gehe immer davon aus, dass die meisten Menschen aus Angst handeln. Angst um sich, um ihren Status, ihr Ansehen, ihre Kinder. Eine Mutter zum Beispiel die mit ihrem Kind schimpft, weil es ohne zu schauen über die Straße rannte. Das ist vielleicht nicht pädagogisch korrekt, aber die Angst der Mutter war in dem Moment so groß, dass sie dem Luft machen musste. Wenn das Kind nun eine schlechte Sicht auf Vorschriften bekommt, sollte die Mutter überlegen woher das wohl kommt. (Dieses Beispiel ist jetzt natürlich überspitzt)

Gedanken werden Dinge

Der zweite Punkt den du betrachten solltest sind deine Gedanken. Was sabbeln deine inneren Kritiker den ganzen Tag. Meine heißen Frodo und Gandalf (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen 😀 ). Frodo ist der ängstliche Part in mir, der wagemutig sein kann und manchmal auch schüchtern und grüblerisch. Gandalf ist der strenge, richtende Anteil der mit mir schimpft wie mit einem kleinen Mädchen. Trotzdem mag er mich ja nur beschützen und liebevoll für mein wohl sorgen, er findet nur nicht immer die richtigen Worte.

Somit haben die beiden dominantesten Anteile, nicht nur negative Aspekte und ich kann besser mit diesen Gedanken umgehen. Indem ich sie personalisiere, kann ich mit ihnen ein Gespräch führen und meistens auch in die erlöste Form bringen. Dann gibt es natürlich auch noch diesen schwarzen, verletzenden Anteil.

Verletzend und gemein

Dieser erzählt mir, dass ich nicht gut genug bin. Er vergiftet mich. Das ist die Hexe. Sie ist der Schurke und wird regelmäßig von Gandalf und Frodo bekämpft in ihrer guten Form.

Ich weiß das ist sehr bildlich, aber das ist meine Art damit umzugehen. In Einzelgesprächen schaue ich oft welcher Typ mein gegenüber ist. Somit kann ich dem Logiker eine andere Bearbeitung an die Hand geben, wie dem fantasievollen Träumer. Beide aber müssen eins verstehen: Mein Gedanken bin ich nicht. Sie sind teil meiner Konditionierung, welche ich in Kinheitstagen erhalten habe. Nicht mehr und nicht weniger.

Fazit

Nimm das gequatsche im Kopf nicht für bare Münze und finde einen Weg damit besser umzugehen, als alles zu glauben.

Der Taucher 

Wenn du sehr unsicher bist und dir Spaß im Leben wirklich nicht gönnen kannst, dann wird es endlich Zeit herauszufinden ob sich das hinter deiner Sprunghaftigkeit verbirgt. Du bist ein getarnter Taucher und solltest für dich einen Weg finden das wieder zu werden. Da hilft nur Augen zu und durch. Wenn du das nächste mal wieder etwas anfängst und es aus heiterem Himmel keinen Spaß mehr macht, tust du folgendes:

Hinterbacken zusammenkneifen und durch. Der eigentliche Leitstern kann dir auch helfen herauszufinden ob du lieber ein Generalist oder Spezialist sein willst. Aber auch da Vorsicht, versuche zuerst deine Glaubenssätze und Co zu lockern, bevor sie weiter dein Glück behindern.

Und bei allem ist und bleibt wichtig!

Lass es krachen und nimm das Leben nicht so ernst.

Denn es zählt nur eins live a happy life

Deine Nina